6 min Lesezeit
Glossar
Fast 60 Fachbegriffe kurz erklärt — von BPM bis True Peak.
- Acid
- Quäkender Bass mit resonantem Filter, Accents und Slides — der Sound der 303. → Bass-Labor
- Akkordfolge
- Eine Reihe von Akkorden, die sich wiederholt, z. B. i–VI–III–VII. → Akkord-Labor
- Arpeggio
- Akkordtöne nacheinander statt gleichzeitig gespielt: hoch, runter, zufällig. → Melodie-Labor
- Automation
- Ein Parameter, der sich über die Zeit ändert — z. B. ein Filter, der sich über 16 Takte öffnet. Als MIDI-CC exportierbar. → Filter-Labor
- Bibliothek
- Dein Ordner mit Samples, MIDI und Presets. Die Geräte legen dort neue Dateien ab und führen einen Index. → Export in die DAW
- BPM
- Beats per Minute — das Tempo. House liegt meist bei 120–128, Drum & Bass bei 170–176. → Genre-Atlas
- Breakdown
- Ruhiger Teil ohne Kick: Raum für Melodie und Atmosphäre vor dem nächsten Aufbau. → Arrangement-Planer
- Build-up
- Der Aufbau zum Drop: steigende Spannung durch Riser, Snare-Rolls und Filter. → Arrangement-Planer
- Call & Response
- Eine Phrase fragt, die nächste antwortet — gleicher Anfang, anderes Ende. → Melodie-Labor
- Camelot
- Rad mit Codes wie 8A oder 11B. Benachbarte Codes (±1, A↔B) klingen zusammen gut — ideal für Mixe und Layer. → Harmonisch arbeiten mit Camelot
- Cent
- Ein Hundertstel Halbton. ±10 Cent hört kaum jemand, ±50 Cent ist ein Viertelton daneben.
- Crest-Faktor
- Abstand zwischen Spitze und Durchschnitt in dB. Viel Crest = viel Dynamik, wenig = stark komprimiert. → Analyse
- Cutoff
- Die Grenzfrequenz eines Filters: Ab hier dämpft er. Beim Tiefpass klingt ein niedriger Cutoff dunkel, beim Hochpass dünn. → Filter-Labor
- DAW
- Digital Audio Workstation — das Programm, in dem du deinen Track produzierst. Die Geräte liefern MIDI und WAV für jede DAW.
- Drop
- Der Höhepunkt nach dem Build-up, wenn Bass und Kick voll einsetzen. → Arrangement-Planer
- Energiekurve
- Wie intensiv ein Track über die Zeit ist. Gute Tracks atmen: aufbauen, entladen, zurücknehmen. → Arrangement-Planer
- Euklidischer Rhythmus
- k Schläge möglichst gleichmäßig auf n Steps verteilt: E(3,8) ist der Tresillo, E(5,8) der Cinquillo. → Rhythmus-Labor
- Extended Mix
- Lange Fassung mit DJ-freundlichem Intro und Outro (meist 16–32 Takte nur Rhythmus). → Arrangement-Planer
- Feldaufnahme
- Aufnahme außerhalb des Studios mit Recorder oder Handy — Natur, Stadt, Maschinen, Räume. → FX-Labor
- Gain Staging
- Pegel an jeder Stelle der Kette sinnvoll halten — Einzelspuren um −18 dBFS RMS. → Mix-Coach
- Granular
- Klang wird in viele kurze Körner zerlegt und neu verteilt — aus jeder Aufnahme werden Wolken und Flächen. → FX-Labor
- Groove
- Das Zusammenspiel von Timing, Betonung und Pausen, das einen Rhythmus zum Tanzen bringt.
- Headroom
- Platz bis zur Übersteuerung. Im Mix etwa −6 dBFS Spitze lassen, damit das Mastering arbeiten kann. → Mix-Coach
- Hochpass
- Filter, der Höhen durchlässt und Tiefen dämpft — der Klassiker im Build-up. → Filter-Labor
- Hook
- Der Teil, der hängen bleibt: eine Melodie, ein Vocal, ein Sound. → Melodie-Labor
- Humanize
- Kleine zufällige Abweichungen in Timing und Velocity, damit programmierte Noten nicht maschinell wirken. → Groove-Werkstatt
- Kit
- Zusammengehörige One-Shots (Kick, Snare, Hats …), gestimmt und im Pegel angeglichen. → Sound-Fabrik
- Korrelation
- Wie ähnlich linker und rechter Kanal sind: +1 mono, 0 sehr breit, negativ problematisch. Im Bass sollte sie über 0,9 liegen. → Analyse
- LFO
- Langsamer Oszillator, der einen Parameter rhythmisch bewegt — tempo-synchron etwa auf 1/8 für Wobble-Bässe. → Filter-Labor
- Low End
- Der Bereich unter etwa 150 Hz: Kick und Bass. Muss mono und aufgeräumt sein, damit es im Club trägt. → Mix-Coach
- LUFS
- Lautheit, wie Menschen sie wahrnehmen, nach ITU-R BS.1770. Streaming normalisiert um −14 LUFS, Club-Master liegen oft bei −8 bis −6. → Analyse
- MIDI
- Noteninformation statt Klang: welche Taste, wann, wie lange, wie stark. Jede DAW kann MIDI-Dateien mit beliebigen Instrumenten abspielen. → Export in die DAW
- Modal Interchange
- Akkorde aus dem parallelen Modus leihen, z. B. einen Dur-Akkord in Moll. Bringt Farbe und Überraschung. → Akkord-Labor
- Modus
- Kirchentonart wie Dorisch, Phrygisch, Lydisch oder Mixolydisch — eine andere Farbe derselben Töne.
- Mono
- Beide Kanäle gleich. Bass und Kick gehören in die Mitte, damit sie auf jeder Anlage gleich klingen.
- Motiv
- Eine kurze, wiedererkennbare Tonfolge — der Kern jeder Hook. → Melodie-Labor
- One-Shot
- Ein einzelner Klang ohne Rhythmus: eine Kick, eine Snare, ein Impact. → Sound-Fabrik
- Perkussiv ↔ Tonal (HPSS)
- Trennt Anschläge (kurze senkrechte Striche im Spektrogramm) von Tönen (lange waagerechte Linien) — etwa Schritte vom Brummen. → FX-Labor
- Phrase
- Ein musikalischer Abschnitt, meist 8 oder 16 Takte. DJs mixen in Phrasen — deshalb beginnen Abschnitte auf Vielfachen von 8. → Arrangement-Planer
- Polymetrik
- Spuren mit unterschiedlicher Zykluslänge laufen gegeneinander und treffen sich erst nach vielen Takten wieder. → Rhythmus-Labor
- Quantisierung
- Noten auf ein Raster ziehen. Mit Stärke unter 100 % bleibt etwas vom menschlichen Timing übrig. → Groove-Werkstatt
- Radio Edit
- Kurze Fassung, etwa 2:30–3:30 Minuten, die schnell zur Sache kommt. → Arrangement-Planer
- Ratchet
- Ein Step wird schnell mehrfach wiederholt — typisch für Trap-Hats und Rolls.
- Reese
- Breiter, schwebender Bass aus zwei leicht verstimmten Sägezähnen — typisch für Drum & Bass. → Bass-Labor
- Referenztrack
- Ein fertiger Track im gleichen Genre, an dem du deinen Mix misst — Lautheit, Bass, Breite. → Mix-Coach
- Resampling
- Eigenes Material als Audio aufnehmen und weiterverarbeiten — so entstehen neue Klänge aus alten.
- Resonanz
- Betonung der Frequenzen direkt am Cutoff (auch Q). Wenig klingt sanft, viel pfeift und quäkt. → Filter-Labor
- Rotation
- Ein Muster um Steps verschieben. Gleiche Schläge, anderer Startpunkt — oft ein ganz anderes Gefühl.
- Round-Robin
- Mehrere leicht unterschiedliche Varianten desselben Klangs, abwechselnd gespielt — gegen den „Maschinengewehr-Effekt“. → FX-Labor
- Seed
- Startwert für den Zufall. Gleicher Seed, gleiches Ergebnis — so lässt sich jeder Wurf wiederholen.
- Sidechain
- Ein Signal steuert die Lautstärke eines anderen — meist duckt die Kick den Bass, damit beide Platz haben. → Mix-Coach
- Skala
- Die Töne, die zu einer Tonart gehören. Moll klingt dunkel, Dur hell, Dorisch und Phrygisch dazwischen.
- Slice
- Ein ausgeschnittenes Stück eines Samples, das auf einem Pad liegt und neu angeordnet werden kann. → Sample-Chopper
- Slide / Glide
- Die Tonhöhe gleitet zur nächsten Note, statt zu springen. Bei 808-Bässen und Acid ein Markenzeichen. → Bass-Labor
- Sound-DNA
- Messwerte einer Aufnahme (Teiltöne, Hüllkurve, Helligkeit, Rauschanteil), aus denen ein synthetischer Zwilling entsteht. → FX-Labor
- Spectral Gate
- Rauschunterdrückung pro Frequenzband: Was nicht deutlich über dem gemessenen Rauschprofil liegt, wird leiser. 12–24 dB Absenkung klingen natürlich. → FX-Labor
- Step
- Ein Feld im Step-Sequencer. Bei 16 Steps pro Takt ist jeder Step eine Sechzehntelnote.
- Stufe
- Position eines Akkords in der Tonart, geschrieben als römische Zahl: i, iv, V … Großbuchstaben sind Dur, kleine Moll. → Akkord-Labor
- Sub
- Tiefster Bass unter 60 Hz — mehr gefühlt als gehört.
- Swing
- Jede zweite Achtel oder Sechzehntel wird leicht verzögert. 50 % ist gerade, 54–58 % groovt, ab 66 % klingt es nach Shuffle. → Groove-Werkstatt
- Takt
- Vier Schläge (Beats) im 4/4-Takt. Elektronische Musik denkt in Gruppen von 4, 8, 16 und 32 Takten.
- Tiefpass
- Filter, der Tiefen durchlässt und Höhen dämpft — „Nachbarraum“-Sound. → Filter-Labor
- Tonart
- Grundton plus Tongeschlecht, z. B. A-Moll. Alle Geräte arbeiten tonartgebunden, damit Teile zusammenpassen.
- Tonhöhe
- Wie hoch oder tief ein Ton klingt, gemessen in Hertz. Summ-zu-MIDI erkennt sie mit dem YIN-Verfahren. → Summ-zu-MIDI
- Transient
- Der kurze, laute Anfang eines Klangs — der Schlag einer Snare. Der Chopper schneidet an Transienten. → Sample-Chopper
- True Peak
- Der echte Spitzenpegel zwischen den Samples. Für Releases höchstens −1,0 dBTP, sonst verzerrt es nach dem Encodieren. → Analyse
- Umkehrung
- Ein Akkord, bei dem nicht der Grundton unten liegt. Hilft beim Voice Leading.
- Velocity
- Anschlagstärke einer Note von 1 bis 127. Wechselnde Velocity lässt Hi-Hats und Melodien lebendig klingen.
- Voice Leading
- Von Akkord zu Akkord springen die Stimmen so wenig wie möglich. Das klingt weich und professionell. → Akkord-Labor
- Voicing
- Wie die Töne eines Akkords verteilt sind: eng beieinander, weit gespreizt, mit Ton im Bass. → Akkord-Labor
- WAV
- Unkomprimiertes Audioformat. Die Geräte exportieren mit 48 kHz und 32-Bit-Float — verlustfrei und mit Reserve für die Weiterbearbeitung. → Export in die DAW
Dein Fortschritt bleibt in diesem Browser gespeichert.