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Glossar

Fast 60 Fachbegriffe kurz erklärt — von BPM bis True Peak.

Acid
Quäkender Bass mit resonantem Filter, Accents und Slides — der Sound der 303. → Bass-Labor
Akkordfolge
Eine Reihe von Akkorden, die sich wiederholt, z. B. i–VI–III–VII. → Akkord-Labor
Arpeggio
Akkordtöne nacheinander statt gleichzeitig gespielt: hoch, runter, zufällig. → Melodie-Labor
Automation
Ein Parameter, der sich über die Zeit ändert — z. B. ein Filter, der sich über 16 Takte öffnet. Als MIDI-CC exportierbar. → Filter-Labor
Bibliothek
Dein Ordner mit Samples, MIDI und Presets. Die Geräte legen dort neue Dateien ab und führen einen Index. → Export in die DAW
BPM
Beats per Minute — das Tempo. House liegt meist bei 120–128, Drum & Bass bei 170–176. → Genre-Atlas
Breakdown
Ruhiger Teil ohne Kick: Raum für Melodie und Atmosphäre vor dem nächsten Aufbau. → Arrangement-Planer
Build-up
Der Aufbau zum Drop: steigende Spannung durch Riser, Snare-Rolls und Filter. → Arrangement-Planer
Call & Response
Eine Phrase fragt, die nächste antwortet — gleicher Anfang, anderes Ende. → Melodie-Labor
Camelot
Rad mit Codes wie 8A oder 11B. Benachbarte Codes (±1, A↔B) klingen zusammen gut — ideal für Mixe und Layer. → Harmonisch arbeiten mit Camelot
Cent
Ein Hundertstel Halbton. ±10 Cent hört kaum jemand, ±50 Cent ist ein Viertelton daneben.
Crest-Faktor
Abstand zwischen Spitze und Durchschnitt in dB. Viel Crest = viel Dynamik, wenig = stark komprimiert. → Analyse
Cutoff
Die Grenzfrequenz eines Filters: Ab hier dämpft er. Beim Tiefpass klingt ein niedriger Cutoff dunkel, beim Hochpass dünn. → Filter-Labor
DAW
Digital Audio Workstation — das Programm, in dem du deinen Track produzierst. Die Geräte liefern MIDI und WAV für jede DAW.
Drop
Der Höhepunkt nach dem Build-up, wenn Bass und Kick voll einsetzen. → Arrangement-Planer
Energiekurve
Wie intensiv ein Track über die Zeit ist. Gute Tracks atmen: aufbauen, entladen, zurücknehmen. → Arrangement-Planer
Euklidischer Rhythmus
k Schläge möglichst gleichmäßig auf n Steps verteilt: E(3,8) ist der Tresillo, E(5,8) der Cinquillo. → Rhythmus-Labor
Extended Mix
Lange Fassung mit DJ-freundlichem Intro und Outro (meist 16–32 Takte nur Rhythmus). → Arrangement-Planer
Feldaufnahme
Aufnahme außerhalb des Studios mit Recorder oder Handy — Natur, Stadt, Maschinen, Räume. → FX-Labor
Gain Staging
Pegel an jeder Stelle der Kette sinnvoll halten — Einzelspuren um −18 dBFS RMS. → Mix-Coach
Granular
Klang wird in viele kurze Körner zerlegt und neu verteilt — aus jeder Aufnahme werden Wolken und Flächen. → FX-Labor
Groove
Das Zusammenspiel von Timing, Betonung und Pausen, das einen Rhythmus zum Tanzen bringt.
Headroom
Platz bis zur Übersteuerung. Im Mix etwa −6 dBFS Spitze lassen, damit das Mastering arbeiten kann. → Mix-Coach
Hochpass
Filter, der Höhen durchlässt und Tiefen dämpft — der Klassiker im Build-up. → Filter-Labor
Hook
Der Teil, der hängen bleibt: eine Melodie, ein Vocal, ein Sound. → Melodie-Labor
Humanize
Kleine zufällige Abweichungen in Timing und Velocity, damit programmierte Noten nicht maschinell wirken. → Groove-Werkstatt
Kit
Zusammengehörige One-Shots (Kick, Snare, Hats …), gestimmt und im Pegel angeglichen. → Sound-Fabrik
Korrelation
Wie ähnlich linker und rechter Kanal sind: +1 mono, 0 sehr breit, negativ problematisch. Im Bass sollte sie über 0,9 liegen. → Analyse
LFO
Langsamer Oszillator, der einen Parameter rhythmisch bewegt — tempo-synchron etwa auf 1/8 für Wobble-Bässe. → Filter-Labor
Low End
Der Bereich unter etwa 150 Hz: Kick und Bass. Muss mono und aufgeräumt sein, damit es im Club trägt. → Mix-Coach
LUFS
Lautheit, wie Menschen sie wahrnehmen, nach ITU-R BS.1770. Streaming normalisiert um −14 LUFS, Club-Master liegen oft bei −8 bis −6. → Analyse
MIDI
Noteninformation statt Klang: welche Taste, wann, wie lange, wie stark. Jede DAW kann MIDI-Dateien mit beliebigen Instrumenten abspielen. → Export in die DAW
Modal Interchange
Akkorde aus dem parallelen Modus leihen, z. B. einen Dur-Akkord in Moll. Bringt Farbe und Überraschung. → Akkord-Labor
Modus
Kirchentonart wie Dorisch, Phrygisch, Lydisch oder Mixolydisch — eine andere Farbe derselben Töne.
Mono
Beide Kanäle gleich. Bass und Kick gehören in die Mitte, damit sie auf jeder Anlage gleich klingen.
Motiv
Eine kurze, wiedererkennbare Tonfolge — der Kern jeder Hook. → Melodie-Labor
One-Shot
Ein einzelner Klang ohne Rhythmus: eine Kick, eine Snare, ein Impact. → Sound-Fabrik
Perkussiv ↔ Tonal (HPSS)
Trennt Anschläge (kurze senkrechte Striche im Spektrogramm) von Tönen (lange waagerechte Linien) — etwa Schritte vom Brummen. → FX-Labor
Phrase
Ein musikalischer Abschnitt, meist 8 oder 16 Takte. DJs mixen in Phrasen — deshalb beginnen Abschnitte auf Vielfachen von 8. → Arrangement-Planer
Polymetrik
Spuren mit unterschiedlicher Zykluslänge laufen gegeneinander und treffen sich erst nach vielen Takten wieder. → Rhythmus-Labor
Quantisierung
Noten auf ein Raster ziehen. Mit Stärke unter 100 % bleibt etwas vom menschlichen Timing übrig. → Groove-Werkstatt
Radio Edit
Kurze Fassung, etwa 2:30–3:30 Minuten, die schnell zur Sache kommt. → Arrangement-Planer
Ratchet
Ein Step wird schnell mehrfach wiederholt — typisch für Trap-Hats und Rolls.
Reese
Breiter, schwebender Bass aus zwei leicht verstimmten Sägezähnen — typisch für Drum & Bass. → Bass-Labor
Referenztrack
Ein fertiger Track im gleichen Genre, an dem du deinen Mix misst — Lautheit, Bass, Breite. → Mix-Coach
Resampling
Eigenes Material als Audio aufnehmen und weiterverarbeiten — so entstehen neue Klänge aus alten.
Resonanz
Betonung der Frequenzen direkt am Cutoff (auch Q). Wenig klingt sanft, viel pfeift und quäkt. → Filter-Labor
Rotation
Ein Muster um Steps verschieben. Gleiche Schläge, anderer Startpunkt — oft ein ganz anderes Gefühl.
Round-Robin
Mehrere leicht unterschiedliche Varianten desselben Klangs, abwechselnd gespielt — gegen den „Maschinengewehr-Effekt“. → FX-Labor
Seed
Startwert für den Zufall. Gleicher Seed, gleiches Ergebnis — so lässt sich jeder Wurf wiederholen.
Sidechain
Ein Signal steuert die Lautstärke eines anderen — meist duckt die Kick den Bass, damit beide Platz haben. → Mix-Coach
Skala
Die Töne, die zu einer Tonart gehören. Moll klingt dunkel, Dur hell, Dorisch und Phrygisch dazwischen.
Slice
Ein ausgeschnittenes Stück eines Samples, das auf einem Pad liegt und neu angeordnet werden kann. → Sample-Chopper
Slide / Glide
Die Tonhöhe gleitet zur nächsten Note, statt zu springen. Bei 808-Bässen und Acid ein Markenzeichen. → Bass-Labor
Sound-DNA
Messwerte einer Aufnahme (Teiltöne, Hüllkurve, Helligkeit, Rauschanteil), aus denen ein synthetischer Zwilling entsteht. → FX-Labor
Spectral Gate
Rauschunterdrückung pro Frequenzband: Was nicht deutlich über dem gemessenen Rauschprofil liegt, wird leiser. 12–24 dB Absenkung klingen natürlich. → FX-Labor
Step
Ein Feld im Step-Sequencer. Bei 16 Steps pro Takt ist jeder Step eine Sechzehntelnote.
Stufe
Position eines Akkords in der Tonart, geschrieben als römische Zahl: i, iv, V … Großbuchstaben sind Dur, kleine Moll. → Akkord-Labor
Sub
Tiefster Bass unter 60 Hz — mehr gefühlt als gehört.
Swing
Jede zweite Achtel oder Sechzehntel wird leicht verzögert. 50 % ist gerade, 54–58 % groovt, ab 66 % klingt es nach Shuffle. → Groove-Werkstatt
Takt
Vier Schläge (Beats) im 4/4-Takt. Elektronische Musik denkt in Gruppen von 4, 8, 16 und 32 Takten.
Tiefpass
Filter, der Tiefen durchlässt und Höhen dämpft — „Nachbarraum“-Sound. → Filter-Labor
Tonart
Grundton plus Tongeschlecht, z. B. A-Moll. Alle Geräte arbeiten tonartgebunden, damit Teile zusammenpassen.
Tonhöhe
Wie hoch oder tief ein Ton klingt, gemessen in Hertz. Summ-zu-MIDI erkennt sie mit dem YIN-Verfahren. → Summ-zu-MIDI
Transient
Der kurze, laute Anfang eines Klangs — der Schlag einer Snare. Der Chopper schneidet an Transienten. → Sample-Chopper
True Peak
Der echte Spitzenpegel zwischen den Samples. Für Releases höchstens −1,0 dBTP, sonst verzerrt es nach dem Encodieren. → Analyse
Umkehrung
Ein Akkord, bei dem nicht der Grundton unten liegt. Hilft beim Voice Leading.
Velocity
Anschlagstärke einer Note von 1 bis 127. Wechselnde Velocity lässt Hi-Hats und Melodien lebendig klingen.
Voice Leading
Von Akkord zu Akkord springen die Stimmen so wenig wie möglich. Das klingt weich und professionell. → Akkord-Labor
Voicing
Wie die Töne eines Akkords verteilt sind: eng beieinander, weit gespreizt, mit Ton im Bass. → Akkord-Labor
WAV
Unkomprimiertes Audioformat. Die Geräte exportieren mit 48 kHz und 32-Bit-Float — verlustfrei und mit Reserve für die Weiterbearbeitung. → Export in die DAW

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